Rennstrecken

Rennwagen und Sportwagen selbst fahren auf der Rennstrecke

Rennwagen selbst fahren auf der Rennstrecke: was das bei ESC bedeutet, der Unterschied zu Renntaxi, eigenes Auto vs. CarForGo-Leihfahrzeug und Coaching von 24h-Siegern.
Kai Roggenland
June 26, 2026
6
 Minuten Lesezeit
Weißer Porsche 911 GT3 RS bei Highspeed auf dem Hockenheimring bei einem ESC Trackday — Rennwagen selbst fahren auf der Rennstrecke
Inhaltsverzeichnis:

Du willst einen Rennwagen oder Sportwagen selbst fahren — auf einer echten Rennstrecke, am Steuer, nicht auf dem Beifahrersitz. Bei ESC heißt das: du fährst, ein Renn-Instruktor coacht dich, und du hast die Strecke mit 40 bis 80 Fahrzeugen statt mit einem vollen Renn-Feld. Die erste Entscheidung, die du dabei triffst: dein eigenes Auto oder ein Leihfahrzeug. Genau die beantworten wir hier ehrlich.

→ ESC Trackday-Termine entdecken

Rennwagen selbst fahren auf der Rennstrecke — was das bei ESC bedeutet

Selbst fahren auf der Rennstrecke bedeutet: du sitzt am Steuer und fährst das Auto, ein erfahrener Instruktor sitzt neben dir und coacht dich Runde für Runde. Du lernst Ideallinie, Brems- und Einlenkpunkte direkt am realen Kurs, nicht im Simulator. Das ist der klare Unterschied zum Renntaxi, bei dem ein Profi fährt und du rechts mitfährst.

Du brauchst dafür keine Rennlizenz. Ein gültiger Führerschein und die Bereitschaft, dich auf das Tempo einzulassen, reichen. Den Rest baut das Coaching auf — vom ersten kontrollierten Bremspunkt bis zur sauberen Linie durch die schnellen Passagen.

Selbst fahren oder Renntaxi? Der Unterschied, ehrlich erklärt

Beide Varianten finden auf derselben Strecke statt, aber sie beantworten unterschiedliche Wünsche.

  • Selbst fahren: Du bist der Fahrer. Du bremst, lenkst, beschleunigst. Der Instruktor coacht dich live und du nimmst messbar bessere Runden mit nach Hause. Das passt, wenn du selbst etwas lernen und dein eigenes Können verschieben willst.
  • Renntaxi: Ein professioneller Rennfahrer sitzt am Steuer, du sitzt rechts und erlebst Renntempo aus nächster Nähe — ohne Verantwortung am Lenkrad. Das passt, wenn du das Erlebnis willst, ohne selbst zu fahren, oder es verschenkst.

Du musst dich nicht festlegen. Viele Fahrer kombinieren beides: erst als Renntaxi spüren, wie schnell die Strecke wirklich geht, danach selbst ans Steuer und das Tempo Stück für Stück angehen.

Mit dem eigenen Auto auf die Rennstrecke — wann das die richtige Wahl ist

Dein eigenes Auto auf die Rennstrecke zu bringen ist dann sinnvoll, wenn du genau dieses Auto besser kennenlernen oder ans Limit bringen willst — ein Sportwagen, dein Porsche, dein GT. Du fährst ein vertrautes Fahrzeug und nimmst die Erfahrung mit zurück auf die Straße.

Was dein Auto dafür braucht:

  • technisch einwandfreier Zustand, intakte Bremsen und Reifen mit ausreichend Profil
  • ausreichend Bremsbelag und frische Bremsflüssigkeit — auf der Strecke wird die Bremse deutlich stärker belastet als im Alltag
  • nichts Loses im Innenraum

Der ehrliche Nachteil: Trackday-Kilometer kosten Material. Bremsen und Reifen verschleißen schneller, und im Fall der Fälle fährst du dein eigenes, oft nicht voll abgesichertes Fahrzeug. Wer sein Auto nicht diesem Risiko aussetzen will, fährt besser mit einem Leihfahrzeug.

Kein eigenes Auto? Das CarForGo-Leihfahrzeug-Programm von ESC

Wenn du kein passendes Auto hast oder dein eigenes nicht auf die Strecke nehmen willst, gibt es bei ESC das CarForGo-Programm: ein Leihfahrzeug, das du für den Trackday buchst und am Ende des Tages wieder abgibst. Du fährst ein für die Strecke vorbereitetes Auto, ohne dich um Vorbereitung, Verschleiß am eigenen Wagen oder Transport kümmern zu müssen.

Verantwortlich für CarForGo ist Elia Erhart, selbst 24h-Nürburgring-Teilnehmer und ESC-Instruktor. Du hast also einen Ansprechpartner, der die Strecke im Renntempo kennt und genau weiß, worauf es bei einem Trackday-Fahrzeug ankommt.

Das bedeutet für dich: Du kannst auf der Rennstrecke selbst fahren, ohne ein eigenes geeignetes Auto zu besitzen — und ohne dein Alltagsauto dem Verschleiß auszusetzen. Genau diese Wahl macht den Einstieg leichter.

Eigenes Auto vs. CarForGo-Leihfahrzeug — die Entscheidung auf einen Blick

Welche Option für dich passt, hängt an vier Punkten: Kosten, Risiko, Aufwand und Erlebnis.

  • Kosten: Eigenes Auto — keine Mietkosten, aber Verschleiß an Reifen und Bremsen trägst du selbst. CarForGo — fester Preis fürs Leihfahrzeug, Verschleiß ist eingerechnet.
  • Risiko: Eigenes Auto — im Schadensfall trifft es deinen Wagen. CarForGo — du fährst ein Fahrzeug, das für den Streckenbetrieb vorgesehen ist.
  • Aufwand: Eigenes Auto — Vorbereitung, Anreise und Technikcheck liegen bei dir. CarForGo — Fahrzeug steht vor Ort bereit.
  • Erlebnis: Eigenes Auto — du lernst genau dein Fahrzeug besser kennen. CarForGo — du fährst ein streckentaugliches Auto ohne Sorge um den eigenen Wagen.

Kurz: Eigenes Auto, wenn du genau diesen Wagen ans Limit bringen willst und das Material-Thema bewusst in Kauf nimmst. CarForGo, wenn du den Kopf frei haben und ohne eigenes Risiko fahren willst.

Fahrer am Steuer auf dem Hockenheimring bei einem ESC Trackday — Rennwagen selbst fahren mit Instruktor an Bord
Selbst fahren auf der Rennstrecke: du am Steuer, der Instruktor neben dir — hier auf dem Hockenheimring.

So läuft dein Tag auf der Rennstrecke ab

Ein ESC Trackday ist strukturiert, damit du sicher und mit Fortschritt fährst — nicht als chaotisches Vollgas-Event.

  • Briefing: Streckenführung, Flaggen, Verhaltensregeln und Ablauf, bevor du auf die Strecke fährst.
  • STARTER- und EXPERT-Gruppen: Du fährst mit Fahrern auf deinem Niveau, nicht mitten im schnellsten Feld.
  • Sessions: Du fährst in getakteten Sessions, mit Pausen zum Verarbeiten und für Feedback.
  • Coaching: Ein Instruktor begleitet dich und arbeitet gezielt an deinen schwächsten Stellen.
  • Freie Strecke: 40 bis 80 Fahrzeuge auf dem Kurs statt eines vollen Renn-Felds — mehr Platz, mehr saubere Runden.

Die aktuellen Termine findest du im Veranstaltungskalender.

Für wen ist selbst fahren auf der Rennstrecke geeignet?

Selbst fahren auf der Rennstrecke ist für Einsteiger genauso geeignet wie für erfahrene Fahrer — entscheidend ist die richtige Gruppe und das passende Coaching. Als Einsteiger startest du in der STARTER-Gruppe und baust Tempo kontrolliert auf. Erfahrene Fahrer arbeiten in der EXPERT-Gruppe an Details und letzten Zehnteln.

Was du mitbringen solltest:

  • einen gültigen Führerschein
  • die Bereitschaft, dich an Briefing, Flaggen und Anweisungen der Instruktoren zu halten
  • Offenheit fürs Coaching — die schnellsten Fortschritte macht, wer zuhört statt nur draufhält

Sicherheit und Instruktoren — wer dich auf der Strecke coacht

Der Unterschied zu einem reinen Erlebnis-Anbieter sind die Leute, die neben dir sitzen. Bei ESC coachen dich Fahrer, die im Renntempo unterwegs sind, nicht nur in der Theorie:

  • Pierre Kaffer — 24h-Nürburgring-Sieger 2019, Le-Mans-Klassensieger, über 20 Jahre Profimotorsport.
  • Marc Basseng — FIA-GT1-Weltmeister, 24h-Nürburgring-Sieger, 26 NLS-Gesamtsiege.
  • Luca Ludwig — zweifacher ADAC-GT-Masters-Champion, 24h-Nürburgring-Klassensieger.
  • Elia Erhart — 24h-Nürburgring-Teilnehmer und Verantwortlicher für das CarForGo-Programm.

Dazu kommt das Sicherheitskonzept: Briefing vor jeder Fahrt, getrennte Leistungsgruppen, getaktete Sessions und eine Strecke, die nicht mit Fahrzeugen überfüllt ist. Mehr zu unseren Coaches und zum Coaching findest du auf der Coaching-Seite.

Porsche Sportwagen am Kurvenscheitel auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Boxberg bei einem ESC Trackday
Auf abgesperrter Strecke fährst du selbst — hier auf dem Hochgeschwindigkeitskurs in Boxberg.

Auf welchen Rennstrecken du mit ESC selbst fahren kannst

ESC fährt auf etablierten deutschen Rennstrecken — jede mit eigenem Charakter:

  • Hockenheimring: Grand-Prix-Kurs mit langen Geraden, harten Bremszonen und dem berühmten Motodrom — ein Klassiker für saubere Linienarbeit.
  • Boxberg: Geschütztes Testgelände mit viel Platz, gut geeignet, um Tempo kontrolliert aufzubauen.
  • Nürburgring / Nordschleife: 20,8 Kilometer, 73 Kurven, die anspruchsvollste Strecke der Welt — der GP-Kurs und die Grüne Hölle.

Welche Strecke wann ansteht, siehst du im Veranstaltungskalender.

→ ESC Trackday buchen

→ Termine ansehen und Trackday buchen

Teile diesen Beitrag

Häufige Fragen zum Rennwagen und Sportwagen selbst fahren

Brauche ich eine Rennlizenz, um auf der Rennstrecke selbst zu fahren?

Nein. Für einen ESC Trackday reicht ein gültiger Führerschein. Eine Rennlizenz ist nicht nötig — das Coaching baut dein Können auf der Strecke auf.

Darf ich mit meinem eigenen Auto auf die Rennstrecke?

Ja. Dein Auto sollte technisch einwandfrei sein, intakte Bremsen und Reifen mit ausreichend Profil sowie frische Bremsflüssigkeit haben. Wer sein Fahrzeug nicht dem Verschleiß aussetzen will, fährt mit dem CarForGo-Leihfahrzeug.

Was ist der Unterschied zwischen selbst fahren und Renntaxi?

Beim Selbstfahren sitzt du am Steuer und wirst von einem Instruktor gecoacht. Beim Renntaxi fährt ein professioneller Rennfahrer, du sitzt rechts und erlebst das Tempo mit. Beides ist auf derselben Strecke möglich.

Was ist das CarForGo-Programm?

CarForGo ist das Leihfahrzeug-Angebot von ESC für alle, die kein eigenes geeignetes Auto haben oder ihres nicht auf die Strecke nehmen wollen. Du buchst ein streckentaugliches Fahrzeug für den Trackday. Ansprechpartner ist Elia Erhart.

Ist selbst fahren auf der Rennstrecke auch für Einsteiger geeignet?

Ja. Einsteiger starten in der STARTER-Gruppe mit Fahrern auf ähnlichem Niveau und bauen Tempo kontrolliert auf. Erfahrene Fahrer fahren in der EXPERT-Gruppe.

Du hast noch Fragen?

Kontaktiere unser Team – wir helfen Dir, die richtige Absicherung für Deinen nächsten Trackday zu finden. Oder melde dich zu unserem exklusiven ESC-Newsletter an und bleibe Up-To-Date!

ARTIKEL VON

Kai Roggenland

Geschäftsführer
Kai Roggenland ist Geschäftsführer des European Speed Club und Experte für B2B Incentives sowie Automotive Testing. Er organisiert exklusive Firmenevents und Fahrzeugtests auf Europas besten Rennstrecken.