Untersteuern
Untersteuern beschreibt ein Fahrverhalten, bei dem das Fahrzeug in der Kurve weniger stark einlenkt als vom Fahrer vorgegeben – die Vorderräder verlieren vor den Hinterrädern die Haftung.
Was ist Untersteuern?
Untersteuern tritt auf, wenn die Vorderreifen die Haftung verlieren und das Fahrzeug trotz Lenkeinschlag geradeaus weiterschiebt. Das Auto reagiert nicht mehr auf deine Lenkbefehle und drängt zum Kurvenäußeren. Untersteuern ist das Gegenteil von Übersteuern und für viele Fahrer die natürlichere, intuitivere Situation – gefährlich wird es trotzdem, wenn du nicht richtig reagierst.
Ursachen von Untersteuern
Untersteuern entsteht typischerweise durch: zu hohe Kurvengeschwindigkeit, zu viel Gas beim Einlenken (bei Fronttrieblern), zu starkes Bremsen in der Kurve, oder abgefahrene Vorderreifen. Frontgetriebene Fahrzeuge neigen konstruktionsbedingt zum Untersteuern, während Hecktriebler wie der Porsche 911 eher zum Übersteuern tendieren. Auch ein falsch eingestelltes Fahrwerk oder zu niedriger Reifendruck vorne verstärken das Problem.
Untersteuern korrigieren
Die instinktive Reaktion – mehr lenken – verschlimmert die Situation. Die richtige Technik: Gas wegnehmen, Lenkung leicht zurücknehmen und warten, bis die Vorderräder wieder greifen. Durch das Wegnehmen des Gases verlagert sich das Gewicht nach vorne, die Vorderreifen bekommen mehr Grip. Erst wenn die Lenkung wieder reagiert, vorsichtig nachlenken. Starkes Bremsen während des Untersteuerns ist kontraproduktiv.
Fahrdynamik verstehen bei ESC
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