Lastwechselreaktion
Lastwechselreaktion bezeichnet das Fahrverhalten eines Fahrzeugs bei abruptem Gaswechsel – besonders Heckmotorfahrzeuge wie der Porsche 911 reagieren mit Übersteuern, wenn in der Kurve plötzlich Gas weggenommen wird.
Was ist eine Lastwechselreaktion?
Eine Lastwechselreaktion tritt auf, wenn du in einer Kurve abrupt vom Gas gehst. Das Gewicht verlagert sich schlagartig von der Hinterachse zur Vorderachse. Die Hinterreifen verlieren Grip, das Heck wird leicht und bricht aus – das Fahrzeug übersteuert. Bei Heckmotorfahrzeugen wie dem Porsche 911 ist diese Reaktion besonders ausgeprägt, weil viel Masse hinter der Hinterachse liegt und bei Lastwechsel als Pendel wirkt.
Physik des Lastwechsels
Beim Beschleunigen drückt das Gewicht das Heck nach unten – maximaler Grip an der Hinterachse. Nimmst du abrupt das Gas weg, federt das Heck aus, das Gewicht wandert nach vorne. Die Hinterreifen haben plötzlich weniger Anpressdruck und können die Seitenführungskraft nicht mehr aufbringen. Das Heck überholt die Front – der klassische Dreher beginnt. Je abrupter der Gaswechsel, desto heftiger die Reaktion.
Lastwechselreaktionen kontrollieren
Der Schlüssel liegt in sanften Übergängen: Gas nie abrupt wegnehmen, sondern progressiv reduzieren. Wenn das Heck bereits kommt, heißt es: Gegenlenken und Gas dosiert halten oder sogar leicht nachgeben, um die Hinterachse zu stabilisieren. Bremsen ist kontraproduktiv – das verschlimmert die Gewichtsverlagerung. Erfahrene 911-Fahrer nutzen kontrollierte Lastwechsel sogar, um das Auto gezielt einzudrehen.
Porsche-typisches Fahrverhalten bei ESC
Die Lastwechselreaktion gehört zum Charakter des 911. Bei ESC lernst du, damit umzugehen – unsere Instruktoren fahren seit Jahrzehnten Porsche im Rennsport und kennen jede Nuance. Beim Ice Driving erlebst du Lastwechsel bei niedrigen Geschwindigkeiten und ohne Risiko. Verstehe dein Auto wirklich.




