Blickführung
Blickführung bezeichnet die bewusste Steuerung des Blicks beim Fahren – ein fundamentales Prinzip, bei dem die Augen immer dorthin gerichtet werden, wo das Fahrzeug als nächstes hin soll.
Was ist Blickführung?
Blickführung ist das wichtigste Grundprinzip schnellen Fahrens: Deine Hände folgen deinen Augen, und das Auto folgt deinen Händen. Konkret bedeutet das: Schau nicht auf das Hindernis, das du vermeiden willst, sondern dorthin, wo du hin willst – zum Apex, zum Kurvenausgang, zum nächsten Bremspunkt. Gute Blickführung macht dich schneller, sicherer und entspannter auf der Rennstrecke.
Target Fixation vermeiden
Das Gegenteil guter Blickführung ist Target Fixation: Du starrst auf ein Hindernis – eine Mauer, ein anderes Fahrzeug, einen Kies – und fährst genau dorthin. Dieses Phänomen ist instinktiv und gefährlich. Auf der Rennstrecke trainierst du aktiv dagegen: Bei einem Dreher vor dir schaust du nicht auf das rotierende Auto, sondern auf die Lücke daneben. Dein Unterbewusstsein steuert das Fahrzeug dorthin, wo dein Blick liegt.
Blickführung in der Praxis
Schnelle Fahrer scannen die Strecke vorausschauend: Während du noch auf den Apex zufährst, wandert dein Blick bereits zum Kurvenausgang. Beim Anbremsen schaust du nicht auf den Bremspunkt selbst, sondern nimmst ihn peripher wahr und fokussierst den Einlenkpunkt. Diese fließende Blickführung – immer einen Schritt voraus – ist der Schlüssel zu flüssigem, schnellem Fahren.
Blickführung trainieren bei ESC
Blickführung ist eines der ersten Themen in jedem ESC-Coaching. Unsere Instruktoren beobachten deine Augenbewegungen, korrigieren Target Fixation und zeigen dir, wie du deinen Blick bewusst steuerst. Im Geführten Fahren lernst du automatisch die richtigen Blickpunkte kennen. Trainiere mit Profis.




